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Unterm Birnbaum

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aber  waren  seine  winterlichen  Hände,  die,  wie  eine  Welt  für  sich,  aus  dem  überall  zu  kurz gewordenen Einsegnungsrock hervorsahen. "Ede", sagte der Pastor freundlich, "du sollst über Hradscheck und den Polen aussagen, was du weißt." Der Junge schwieg und zitterte. "Warum sagst du nichts? Warum zitterst du?" "Ick jrul mi so." "Vor wem? Vor uns?" Ede schüttelte mit dem Kopf. "Nun, vor wem denn?" "Vor Hradschecken …" Eccelius,  der  alles  zugunsten  der  Hradschecks  gewendet  zu  sehen  wünschte,  war  mit  dieser Aussage  wenig  zufrieden,  nahm  sich  aber  zusammen  und  sagte:  "Vor  Hradscheck.  Warum  vor Hradscheck? Was ist mit ihm? Behandelt er dich schlecht?" "Nei." "Nu wie denn?" "Ick weet nich … He is so anners." "Nu gut. Anders. Aber das ist nicht genug, Ede. Du mußt uns mehr sagen. Worin ist er anders? Was tut er? Trinkt er? Oder flucht er? Oder ist er in Angst?" "Nei." "Nu wie denn? Was denn?" "Ick weet nich … He is so anners." Es  war  ersichtlich,  daß  aus  dem  eingeschüchterten  Jungen  nichts  weiter  herauszubringen  sein würde, weshalb Vowinkel dem Freunde zublinkte, die Sache fallen zu lassen. Dieser brach denn auch wirklich ab und sagte: "Nun, es ist gut, Ede. Geh. Und schicke d ie Male herein." Diese kam und war in ihrem Kopf- und Brusttuch, das sie heute wie sonntäglich angelegt hatte, kaum  wieder  zu  erkennen.  Sie  sah  klar  aus  den  Augen,  war  unbefangen  und  erklärte,  nachdem Eccelius seine Frage gestellt hatte, daß sie nichts wisse. Sie habe Szulski gar nicht gesehn, "un ihrst um Klocker vier oder noch en beten danoah" wäre Hradscheck an ihre Kammertür gekommen und hätte gesagt, daß sie rasch aufstehn und Kaffee kochen solle. Das habe sie denn auch getan, und grad’ als sie den Kien gespalten, sei Jakob gekommen und hab ihr so im Vorübergehn gesagt, "daß er den Polschen geweckt habe; der Polsche hab aber ‘nen Dodenschlaf gehabt und habe gar nicht geantwortet. Und da hab er an die Dhür gebullert." All das erzählte Male hintereinander fort, und als der Pastor zum Schlusse frug, ob sie nicht noch weiter was wisse, sagte sie: "Nein, weiter wisse sie nichts, oder man bloß noch das eine, daß die Kanne, wie sie das Kaffeegeschirr herausgeholt habe, beinah noch ganz voll gewesen sei. Und sei doch ein gräuliches Wetter gewesen und kalt und naß. Und wenn sonst einer des Morgens abrei se, so tränk er mehrstens oder eigentlich immer die Kanne leer, un von Zucker-übrig-lassen wär gar keine  Rede  nich.  Und  manche  nähmen  ihn  auch  mit.  Aber  der  Polsche  hätte  keine  drei  Schluck getrunken und sei eigentlich alles noch so gewesen, wie sie’s reingebracht habe. Weiter wisse sie nichts." Danach ging sie, und der dritte, der nun kam, war Jakob. "Nun, Jakob, wie war es?" fragte Eccelius; "du weißt, um was es sich handelt. Was du Malen und mir schon vorher gesagt hast, brauchst du nicht zu wiederholen. Du hast ihn geweckt, und er hat nicht geantwortet. Dann ist er die Treppe heruntergekommen, und du hast gesehn, daß er sich an dem Geländer festhielt, als ob ihm das Gehn in dem Pelz schwer würde. Nicht wahr, so war es?" "Joa, Herr Pastor." "Und weiter nichts?" "Nei, wider nix. Und wihr man blot noch, dat he so’n beten lütt utsoah, un …" "Und was?" "Un dat he so still wihr un seggte keen Wuhrd nich. Un as ick to em seggen deih:, Na Adjes, Herr Szulski’, doa wihr he wedder so bummsstill un nickte man blot so." 27
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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