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Partnerwechsel in Bankierskreisen
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Rezension bezieht sich auf: L' Adultera. (Taschenbuch) Sie hat geweint... die junge Frau auf dem Bild "L'Adultera", das sich der alte Ezechiel van der Straaten auf einer Italienreise kopieren ließ, um sich rechtzeitig an den Gedanken zu gewöhnen, dass seine viel jüngere Frau Melanie ihn eines Tages wohl um eines Anderen willen verlassen wird. Aber, so Melanie spitzfindig, als das Bild geliefert wird, sieht sie nicht aus, als habe sie nur geweint, weil alle Welt ihr gesagt habe, dass sie schlecht sei - nicht aber, weil sie dies wirklich so empfindet? So das Vorspiel zur eigentlichen Handlung des Romans; eines Tages erscheint Ebenezer Rubehn, der Sohn eines Geschäftsfreundes, im Hause van der Straaten, und es kommt, wie es kommen muss... Wie die Gesellschaft auf Melanies Fehltritt reagiert und wie sie sich selbst mit der neuen Situation einleben muss, schildert Fontane mit seiner gewohnten Eloquenz. Dennoch: den größten Genuss bieten eigentlich die "Fontanes", in denen am wenigsten äußere Handlung zu finden ist...
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. März 2001 |